Angels verhängnisvoller Ausflug

Mit acht Monaten fand unsere süsse kleine Katze, dass sie gross genug sei für einen Ausflug. Bis anhin hielt sie sich immer in der Nähe auf. Doch an einem Freitag wollte sie die grosse Welt erkunden. Schon morgens als ich aufstand und Angel nicht zum Frühstück kam, fragte ich mich: Wo ist die Kleine bloss?
Dachte mir nichts böses und ging meiner Arbeit nach. Zu Mittag würde sie bestimmt zu Hause sein................ Doch als sie auch da nicht ankam um ihren Bauch zu füllen, fing ich mir an Sorgen zu machen. Ich nahm mit ihr Kontakt auf und fragte sie wo sie denn stecke. Sie meinte, dass alles in Ordnung sei und ich mir keine Sorgen zu machen brauche. Sie würde bald nach Hause kommen, doch im Moment hätte sie noch was zu erledigen.
Angels Wort in Gottes Ohr! Es ging ihr gut, Gottseidank. Ich fragte nicht mehr nach und wartete einfach ab. Wenn der Hunger zu gross wird, kommt sie bestimmt angelaufen.
Als sie jedoch am Abend immer noch nicht zu Hause war, wuchs meine Angst von Minute zu Minute. Nochmals fragte ich sie, wo sie stecke. Sie zeigte mir ein Bild nicht weit von unserm Haus entfernt. Ein alter Stall der nicht mehr genutzt wurde. Recht Still und etwas verängstigt sagte sie, dass sie nicht nach Hause könne. Ich sagte zu ihr: Bleib wo du bist, ich komme gleich.
Ich rief unserem Hund DJ und sagte: Los komm mit, wir müssen Angel suchen. Du musst mir helfen! Er war natürlich sofort dabei. Suchen, egal was oder wen, das muss man ihm nicht zweimal sagen. Als wir rausliefen, kam auch schon Joy unsere andere Katze angelaufen und fand, sie wolle mit.
Ok, sechs Augen und zwei gute Nasen............ super. Ich war um jede Hilfe froh.
Also zogen wir los. Der Stall ist ca. 400 Meter entfernt. Wir liefen zügig unserem Ziel entgegen, sogar Joy trödelte mal nicht.
Beim Stall angekommen, schwärmten wir gleich aus. DJ und Joy gingen hinten rum, ich vorne. Da ich sie niergends entdeckte rief ich ihr: Angel wo bist du? Ich hörte ein leises Piepen vom Baum, dachte es wäre ein Vogel. Ich rief nochmal. Da, ich hörte es wieder. Und dann wurde das Miauen immer deutlicher und lauter und lauter.
Ich schaute die Tanne hoch, konnte sie jedoch nicht sehen, weil der Baum so dicht beastet war. Zum Glück lag da gestapeltes Holz, sodass ich etwas höher steigen und mehr sehen konnte.
Unsere Blicke trafen sich. Ich weiss nicht, wer von uns Glücklicher war den anderen zu sehen! Ich versuchte sie mit ausgestrecktem Arm zu erreichen, doch ich war zu klein. Ich sagte zu ihr: Komm Angel kletter runter. Doch sie schaffte es nicht. Zum Glück hatte ich das Handy eingesteckt und konnte meinen Mann zu Hilfe rufen.
Er kam sofort und rettete Angel vom Baum.
Wie waren wir glücklich unsere Kleine wieder gesund und munter in den Armen zu halten! Auch DJ und Joy waren happy. Sofort wurde Angel von ihnen abgeschnuppert und geleckt. Als sich alle vergewissert haben, dass es ihr gut geht, machten wir uns auf den Heimweg.
Vor Freude liefen und hüpften wir und die letzten paar Meter gab es noch ein Wettrennen.