Dee Jay rettet eine Katze

Am 24. September '08 spazierte ich mit unseren Hunden dem Rhein entlang. Es war ein schöner, sonniger Herbsttag. Dee Jay trug seinen Stecken, Twini schnupperte am Wegrand und ich hing meinen Gedanken nach. Dee Jay blieb plötzlich stehen und schaute gespannt zum Wasser hinunter. Auch Twini und ich gingen schauen, was er da so interessiert betrachtete. Ich sah hinunter, konnte aber nichts erkennen. Ich sagte zu den Hunden: "Kommt, gehen wir weiter". Twini und ich wandten uns ab und liefen weiter. Nach einem Stück merkte ich, dass Dee Jay nicht nach kam. Ich blieb stehen und rief ihm. Er machte keine Anstalt zu kommen. Ich rief nochmal. Doch er blieb stehen und schaute mich an. Als ich drängte er soll jetzt endlich kommen, sagte er: "Da braucht jemand Hilfe"! Ich war ganz erstaunt, denn ich konnte doch vorhin niemanden sehen. Also lief ich zurück um nachzuschauen wer da wohl Hilfe benötigte? Als ich bei ihm war und seinem Blick folgte, blieb mir fast das Herz stehen. Nahe am Wasser sass eine Katze auf den Steinen und blickte ängstlich hoch. Als ich zu ihr sagte: "Hallo Mienze, was machst du denn da"? fing sie jämmerlich an zu miauen. Ich kletterte langsam hinunter und hoffte, dass sie sitzen bleibt und nicht womöglich aus lauter Angst ins Wasser springt. Sie blieb Gott sei dank sitzen bis ich bei ihr war und sie hochheben konnte. Da bin ich erst recht erschrocken, denn die Arme war völlig abgemagert. Nur noch Haut und Knochen! Sie war schon lange Zeit unhergeirrt und fand keinen Ausweg. Auf der einen Seite fliesst der Rhein, auf der Anderen der Kanal. Beide Flüsse zu gross für sie, um sie zu überwinden. Sie sass sprichwörtlich in der Patsche. Wäre Dee Jay nicht so aufmerksam und hartnäckig gewesen, wer weiss was mit ihr geschehen wäre!

Er hat sich an dem Tag auf jeden Fall wieder mal einen "Knochen-Speziale" verdient!